


Meine Kindergeschichte “Spooky geht spuken” erscheint in dem Märchen-Sammelband “Das geteilte Königreich - 60 Märchen zum Vor- und Selberlesen”
Herausgeber: Susanne Schnitzler
Seitenzahl: 260
ISBN: 978-3-938882-30-6
Preis: 9,95 Euro
Erscheinungstermin: 6.Dezember 2006
Zum Inhalt: Es war einmal vor langer, langer Zeit ...
Das Inhaltsverzeichnis: Das Mädchen und der Schmutzgeist - Angelika Pauly Das Fenster - Manfred Lafrentz Eine Leseprobe aus meiner Geschichte “Spooky geht spuken”: Als Spooky, das Gespenstermädchen, heute zum
Frühstück kommt, sitzen ihre Eltern und ihre großer Schwester Drachenlocke schon am Tisch und schauen Spooky ganz stolz und erwartungsvoll an. Spooky ist etwas erstaunt, denn es ist doch erst elf Uhr Nachts. Normalerweise ist ihr Vater um
diese Uhrzeit immer in die Gespensterzeitung vertieft, Drachenlocke steht dann immer vor dem großen Spiegel im Bad und jammert, dass sie schon wieder verschlafen hat und deswegen nicht genug Zeit hat, sich die Wangen grabschwarz und modergrün
zu schminken, und die Mutter kocht Kakao oder schmiert Maden und Würmer auf Brote und schimpft, weil niemand ihr dabei hilft. (...)
dass die Geschichtenerzähler durch die Lande zogen und Schriftkundige wie die
Brüder Grimm die Märchen des Volkes sammelten und für uns bewahrten.
Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit ...
dass 60 Geschichtenerzähler und Schriftkundige von heute sich trafen und neue Märchen ersannen für Jung und
Alt und Groß und Klein. Geheimnisvolles aus anderen Welten, Wunderbares aus unserer nächsten Umgebung oder Lieb und Leid aus anderer Zeit fesseln uns auch heute noch, und wieder einmal heißt es:
Es war einmal ...
Bodos Roboter
- Ruth M. Fuchs
Die blaue Birke - Anne Hassel
Theas Versprechen
- Patricia Koelle
Das Wertvollste auf der Welt - Gabi Thomas
Sascha und der Zauberer Flugsdiwupp - Gisela Schäfer Die schöne Müllerstochter und der Zauberer
- Dagmar Buschhauer
Die Elfeninsel
- Claudia Wagner-Kempf
Die Schaukel - Niklas Peinecke
Die drei Kobolde
- Manuela P. Forst
Die Vettel - Milan Frost
Nebel im Fjord
- Hella Mau
Der Regenmacher- Claudia Hornung
Der Spiegel
- Barbara Siwik
Und Schweine fliegen doch! - Tara Tamon
Die Magd und der Schmetterling - Gernot Rücker
Der haessliche Prinz - Elisabeth Seiberl
Heultrina
- Sigrid Schwartz-Diefenbach
Danke, Herr Kästner - Silvia Friedrich
Robert und die Nixe
- Karl Kotzina
Der König, der Narr und die Flasche - Arno Endler
Hexenkind
- Eva Markert
Das Gespenst im Tiefkühlfach - Sieglinde Breitschwerdt
Meine Schwester Agathe ist eine dumme Nuss - Christine Hettich
Liebe Kinder
- Maria David
Die Prinzessin vom Stein - Ulla Leber
Das Trist
- Sabine Ludwigs
Die Goldkrone - Maren Frank
Der Schokoladengeist
- Karin Häußermann Tonàli - Alexandra Neumeier
Der alte Spielmann und seine junge Frau - Ulrich Reinhardt Die Rache der Heinzelmännchen - Petra Hartmann
Jan und die Sorgenkobolde
- Marianne Thiele Urre, burre, ribadoch - Maria Sassin
Die Mistgabel
- Andrea Tillmanns
Das leere Traumsäckchen - Martina Bethe-Hartwig
Die Wegkreuzung
- Josef Herzog
Das geteilte Königreich - Sebastian Krebs
Der kleine Riese auf Riesenreise - Boris Schneider Der schlaue Prinz
- Klaus Höfle
Zauberer heißen nicht Wolfgang - Verena Blecher Der verzauberte Marionettenjunge
- Chris J. Stone
Wontria
- Armin Schmidt
Der Bauer und die Sieben Aufgaben - Nadine Bonnard
Jonas
- Mirko Saß
Die falsche Prinzessin - Isabella Schuler
Der stolze Apfelbaum
- Manuela Feiler
Wie der Iler zu seinem Gegenstand kam - Bettina Buske
Die Zauberflöte
- Erika Krammer
Das fliegende Pferd - Sabine Kampermann
Nina und die verlorenen Träume - Brigitte Kemptner
Das Märchen vom Prinzen Stachelbart - Sandra Schneider
Der kleine Unterschied
- Gabriele Schütz Spooky geht spuken
- Nadine Muriel
Drachengold
- Jenni Schreiner
Fortuna und das Haar der Königin - Susanne Ruitenberg
Der Rat des Wanderers
- Horst Wilden
Pfad zum Glück - Sarah Stöbe
Der Gedanken-Steinschlag - Norbert Schimmelpfennig
„Oh... Ich weiß nicht.“ Betreten schaut Spooky zu Boden. Um
ehrlich zu sein, hat sie nicht die geringste Lust, heute den behaglichen Dachboden, auf dem sie mit ihren Eltern wohnt, zu verlassen. Warum soll sie draußen in der Kälte und Dunkelheit herumgeistern, wenn es hier so schön warm und gemütlich
ist?
Ihre Mutter wischt sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. „Ach Spooky, ich bin ja so stolz auf dich, mein großes, gruseliges Geistermädchen,“ stößt sie mit gepresster Stimme hervor. Dann fällt ihr Blick auf Spooky, die
missmutig das Gesicht verzieht. „Aber was ist denn los, mein Schauerschätzchen? Bist du nicht glücklich? Hast du dir denn nicht schon lange gewünscht, auch herumzuspuken wie die Großen?“
Spooky weiß nicht, was sie darauf antworten soll. Sie
möchte ihre Eltern nicht enttäuschen, aber sie hat sich noch nie danach gesehnt, zu spuken. Wozu auch? Ihr liegt nicht das Geringste daran, durch finstere, einsame Gassen zu ziehen und dabei zu jaulen und zu stöhnen, mit schweren Ketten zu
klappern und so harmlose Menschen zu erschrecken, die ihr überhaupt nichts getan haben. Das ist bestimmt entsetzlich anstrengend! Viel lieber möchte Spooky weiterhin zu Hause bleiben, mit den Knochen, die Drachenlocke ihr vom Friedhof
mitgebracht hat, hübsche Muster legen und dabei zuhören, wie draußen der Wind pfeift und singt, genau wie in all den Jahren bisher auch.
Vorsichtig schüttelt Spooky schließlich den Kopf. „Warum muss man überhaupt herumspuken?“ fragt sie.

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