
Über diese Veröffentlichung freue ich mich ganz besonders, denn beim Wettbewerb zum Thema “Vollmond” des Hierreth-Verlags hat meine Geschichte
“Die azurnen Wälder” den ersten Platz belegt. Juhuuu! Die besten Wettbewerbsbeiträge sind veröffentlicht in dem Sammelband “Mondflüsterei”: ~ erschienen im Hierreth-Verlag ( Ihr könnt das Buch “Mondflüsterei”
direkt bei mir bestellen (dazu könnt ihr mir entweder “Mondflüsterei” enthält stimmungsvolle Geschichten und Gedichte zum Thema “Vollmond”.
~ Paperback
~ 112 Seiten
~ Preis: 9,90 Euro
~ ISBN 978-3-941455-07-8
Zu den beteiligten Autoren
gehören u.a. Nadine Muriel, Axel Richter, Ulrich Burger, Sandra Rehschuh und Kai Ihlefeld.
Meine Geschichte “Die azurnen Wälder”
handelt von Wahnsinn, Besessenheit, Leidenschaft und - natürlich - vom Vollmond. Hier eine Leseprobe: Die azurnen Wälder Daphne hastete vorwärts. Ihre Augen glänzten fiebrig. Sie trug die Fackel gesenkt,
und in ihre schattengetränkten Haare war ein Rebenkranz geflochten. Heute würde sie das Feuer in den Wolfstempel tragen und so ihr Opfer darbringen. Milchweiß ergoss sich der Schein des Vollmonds über furchige Pfade. (...)
Ohne zu Zögern drang
Daphne tiefer in das Labyrinth der azurnen Wälder ein. Ihr Gebieter, das fahle Nachtgestirn, der bleiche Herrscher über Ebbe und Flut, rief sie zu sich. Daphne konnte spüren, wie seine Stimme durch ihre Adern jagte. Jede Faser ihres Körpers
sang sein Lied und strebte zu ihm hin.
Behutsam tastete Daphne nach ihren Wangen, um sich zu vergewissern, dass die Narrenmaske, die zu tragen man ihr geheißen hatte, noch immer fest auf ihrem Gesicht saß.
Von der Fackel in ihren Händen sprühten Funken.
Irgendwo schlug ein Pfau ein Rad. Wie ein Blitz durchschnitt sein weinfarbenes Blumengefieder die Finsternis. Aus einem Brunnen kroch ein Skorpion. Ein Harlekin tanzte spiegelverkehrt.
Die Luft schmeckte beißend nach Qualm und Kohlen.
Hinter ihr wisperte etwas, und Daphne beschleunigte ihre Schritte. Lianen glitten an Baumstämmen hinab, tentakelhaft, und versuchten, Daphnes bebenden Leib zu umschlingen. Mit
traumwandlerischer Sicherheit wehrte Daphne sie ab.
Nichtsdestotrotz; jetzt wusste sie, dass auch der Schlangenmann hier war, der Drachentöter, ihr erbitterter Widersacher, der sich stets in ein Gewand aus Straußenfedern hüllte und in
seiner Sonnenbarke von apollinischen Glanz hinterlistig ihre Gestade heimsuchte. Jedes Mal wollte er Daphne daran hindern, das Opferfeuer darzubringen und so den Pakt mit dem Meister ihrer Träume zu besiegeln.
Jetzt konnte Daphne sogar im
Gebüsch die Augen des Schlangenmanns sehen, die bernsteinfarben funkelten wie bei einem Löwen.
Aber diesmal würde sie nicht zulassen, dass der Schlangenmann ihren Sprung in den Planetenrachen des Chaos´ vereitelte! Der schwanenweiße
Himmelsprinz erwartete sie, und sie durfte ihn nicht schon wieder enttäuschen, ihren Gebieter, der ihr verzauberte Perlen für ihr Sternendiadem schenkte und ihre Seele mit Hibiskusträumen nährte. Ihm zuliebe wollte Daphne die Fackel in
Mondmilch tauchen, um sie so zum Erlöschen zu bringen, wie sie es versprochen hatte.
Bestellen könnt ihr das Buch “Mondflüsterei” bei mir entweder hier oder per E-Mail.
Selbstverständlich gibt es auf Wunsch auch handsignierte Exemplare mit einer persönlichen Widmung.


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